Crowdsourcing - kollektive Intelligenz

Crowdsourcing steht fuer Techniken der Informationsbeschaffung und -bewertung, die das Wissen der Vielen nutzen. Das kann durch Befragungen oder Abstimmungen geschehen, Prediction Markets sind eine immer haeufiger werdende Erscheinungsform, und auch Wikis koennen fuer die Zusammenarbeit mit einer nicht naeher definierten Menge eine wichtige Rolle spielen.

Fragestellungen, Wissenssammlungen oder Bewertungen von Inhalten koennen sehr gut ueber Wikis abgewickelt werden – entweder innerhalb des Unternehmens oder offen ueber das Internet.

  • In beiden Faellen sind die offenen Editiermoeglichkeiten und die flexible Anpassung der Struktur die wichtigsten Funktionen, mit denen Wikis hier unterstuetzen.
  • Die Rechteverwaltung wird beim offenen Einsatz weniger verwendet werden – jeder soll alles tun koennen. Umso wichtiger ist dann allerdings die Versionierung, um unsinnige Beitraege wieder loswerden zu koennen.
  • Beim ganz offenen Einsatz von Wikis ist Spamming (massenhafte unerwuenschte Werbebeitraege) eine grosse Gefahr, der durch Spamfilter oder Huerden bei der Eingabe eines Beitrages (z.B. Einsatz von Captchas – der User muss ein von der Anwendung vorgegebenes schwer lesbares Zufallswort eingeben, um automatisierte Beitraege auszuschliessen) begegnet werden sollte.
  • Denkbar ist auch, offene Wikis durchgaengiger Moderation zu unterziehen, d.h. jeder Beitrag wird vor seiner Veroeffentlichung von einer Redaktion geprueft. Das verursacht nicht zu unterschaetzenden Aufwand.

Generell gilt, dass Partizipation und Kollaboration auch von sehr grossen Teams, die zufaellig und nur fuer den Moment bestehen, problemlos von zahlreichen technischen Tools unterstuetzt wird. Dennoch bedarf es eines erheblichen Aufwands, die so gesammelten Beitraege zu pruefen und zu nutzen.
Die technische Machbarkeit von Kollaboration ist nur ein erster Schritt.